Telekom: Mitbewerber-Glasfaser-Anschlüsse können gedrosselt werden

Der Weg hin zur Gigabit-Gesellschaft ist steiniger als gedacht: Jetzt gibt es eine Entscheidung, die den Kampf um die schnellen Leitungen auf dem Rücken der Kunden austrägt.

Entscheidung der Bundesnetzagentur

In diesen Fällen bekommt nun die Telekom das Recht, entsprechende Leitungen der Konkurrenz drosseln zu lassen oder sie sogar zur Komplett-Abschaltung zu zwingen. Das geht aus einem Bericht des Nachrichtenmagazin Welt hervor. Die Bundesnetzagentur hatte demnach entschieden, dass die Telekom als Rechtsnachfolger der Deutschen Bundespost agiert und damit die "Funktionsherrschaft" über die Kupferleitungen in den Häusern habe. Die Kupferleitungen gehörten zu dem öffentlichen Fernsprechnetz und damit nicht den Hauseigentümern.


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    Kommentare 4

    • Entweder der Verein Telekom ist Privat oder gehört dem Staat. Da 2. nicht gegeben ist, da eine AG, anders als die DB (AG), wo es keine Aktien in Streubesitz gibt sondern alle beim Staat liegen, ist die Telekom eine AG. Also kann sie kein Rechtsnachfolger sein, auch wenn es manch so gerne hätten. Da wird noch so manche Klage gegen die Bundesnetzagentur und der Telekom anhängig werden.

      • das schlimme dabei ist ja der Kunde ist wie immer der gearschte, zeigt aber auch das wir in der Hinsicht berechtigt hinter Ländern wie Polen und Co. liegen was die Anbindung betrifft. In der Steinzeit hatte man eben keine Flugzeuge oder Autos....

      • Moment mal, ganz langsam. Das Kupfernetz welches im Haus liegt gehört der Telekom. Jetzt kommt Anbieter XYZ und zieht da Glasfaser ein und bietet einen schnelleren Zugang an. Können sie, dürfen sie. Wenn jetzt diese Glasfaseranschlüsse das Netz der Telekom stören, darum geht es in dem Artikel und dem Urteil, dann darf die Telekom die Anbieter verdonnern ihre Anschlüsse zu drosseln oder gar ganz still zu legen. Mal ganz praktisch: Ich habe einen Anschluss bei der Telekom, jetzt kommt Anbieter XYZ, legt Glasfaser bis in die Wohnungen und schaltet die Leitungen zu. Und plötzlich habe ich, als Telekom Kunde Störungen auf meiner Leitung. Und nun? Entweder ich lebe damit plötzlich schlechte Übertragungsraten und Störungen zu haben oder ich wechsle den Anbieter. Letztlich sind da die Anbieter verpflichtet deren Leitungen Störungen verursachen auch etwas dagegen zu unternehmen.

        Ich bin mir sicher dass dies auch anders herum so funktioniert. Also Telekom legt Leitungen bis ins Haus wo bislang nur Anbieter XYZ war und diese stören deren Leitungen, dann ist die Telekom auch gefordert etwas dagegen zu unternehmen.

      • Bei uns im Haus hat wohl jeder eine Telekom Telefondose. Aber ob die überhaupt noch genutzt wird, ist eine andere Geschichte. Vor 2 Jahren wurden die Kabelfernsehleitungen gewechselt, auf die Neue Norm. Auch wurden die Antennendosen gegen welche mit Datenanschluß gewechselt. Und das im gesamten Block. Aber, ob das Glasfaserkabel sind, mag ich bezweifeln. Denn diese Kabel werden in der Regel bis maximal zum Hausanschluß gelegt. Danach kommen dann wieder die guten alten Kabel mit der Kupferseele zum Einsatz.

        Ist auch eine Kostenfrage.