DevBlog: Die Kunst des Krieges II

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      DevBlog: Die Kunst des Krieges II



      In unserem letzten Blog haben wir die Geschichte des Militärs in der Anno Serie ausführlich Revue passieren lassen. Im heutigen Blog wenden wir uns detailliert dem Militär in Anno 1800 zu. Creative Director Dirk Riegert präsentiert eine Vorschau auf das, was uns erwartet. Viel Vergnügen!

      Das kommende Anno Spiel hat seinem Namen entsprechend im Jahre 1800 seinen Ursprung. Im weiteren Verlauf des Spiels entwickelt sich der Spieler über die erste und zweite industrielle Revolution hinweg bis weit ins späte 19. Jahrhundert hinein, mitten in die Hochzeit des Imperialismus. Ergänzend zur generellen Bedeutung der spielerischen Freiheit in Anno stellt das historische Setting eigene Anforderungen an die Art, wie Konflikte in Anno 1800 geführt werden. So, wie wir es in unserer Ankündigung des Spiels bereits formuliert haben, meinen wir es auch: „Du allein entscheidest, wie sich die Welt an dich erinnern wird.“

      Im neunzehnten Jahrhundert bedeutet das, dass der Spieler sein aufstrebendes Imperium ganz nach seinen Vorstellungen ausgestalten kann. Bisher gab es bei Anno die Möglichkeit, sich entweder kooperativ den Mitspielern und KIs gegenüber zu verhalten oder sie mit kriegerischen Mitteln zu bekämpfen. Seit Anno 1404 Venedig fügten wir die Möglichkeit hinzu, mittels wirtschaftlicher Faktoren eine feindliche Übernahme von Inseln anderer Spieler durchzuführen. Die Möglichkeit für den Spieler, auf wirtschaftlichen oder militärischen Wegen aggressiv zu expandieren, besteht dem Setting entsprechend auch in Anno 1800, aber wir gehen darüber hinaus.

      Dominanz oder Zerstörung
      Bisher wurden in Anno vom Spieler zerstörte oder übernommene Inseln automatisch leergefegt und ihm gutgeschrieben. Aggression führte am Ende meist zur völligen Auslöschung des besiegten Spielers. Das ist auch in Anno 1800 möglich, wenn Spieler wünschen, sich alle Inseln einzuverleiben und die Konkurrenz für immer von der Karte zu fegen.



      Schatten des Krieges. Die Konzeptzeichnung einer schwer befestigten Hafenanlage in Anno 1800.

      Es gibt aber auch eine alternative, dem Phänomen des Imperialismus ebenfalls entsprechende Lösung. Sie ist vor allem für Spieler gedacht, die die Spielwelt dominieren wollen, ohne am Ende allein auf weiter Flur dazustehen. Der Spieler kann militärisch besiegte oder übernommene Inseln nicht nur für sich selbst nutzen, sondern sie auch indirekt seinem Imperium einverleiben. Erwirtschaftete Güter und Steuern der Insel werden in diesem Fall mit hohen Abgaben an den Spieler belegt, formal bleibt die Insel aber unter Kontrolle der unterlegenen Partei. Wie dieses System im Detail funktioniert, werden wir euch zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher erläutern.

      Das folgende Schaubild verdeutlicht die neuen Möglichkeiten. So kann sich zum Beispiel ein Spieler, der militärisches Vorgehen bevorzugt, auf diesem Wege ein höheres Einkommen und die Neutralität strategisch wichtiger Inseln sichern, statt sie einfach zu zerstören. Wer gerne die KIs in die Knie zwingt, muss am Ende nicht alleine in der Inselwelt zurückbleiben. Dem Spieler eröffnen sich neue Varianten und Strategien, um die Dominanz seines Imperiums im weiteren Spielverlauf voranzutreiben.



      Ob er nach Dominanz strebt oder noch Vernichtung, ob er militärisch vorgeht oder wirtschaftlichen Druck ausübt: der Spieler hat die Wahl.

      Unser Fokus liegt auf Seegefechten
      Unser Ziel ist es mit Anno 1800 den Schiffskampf stärker auszugestalten. Das 19. Jahrhundert mit seinem fließenden Übergang vom Zeitalter der großen Segelschiffe hin zur Dampfschifffahrt bietet viele spannende Ansätze, um den Flottenkampf und die Schifffahrt auszugestalten. Für Lufteinheiten hingegen wäre es noch etwas zu früh. Zwar gab es im 19. Jahrundert erste Versuche, Ballons zur Aufklärung und für allererste Bombardements einzusetzen, doch erst im 20. Jahrhundert spielen Luftangriffe eine Rolle.



      Seegefechte zwischen Dampf- und Segelschiffen sind der Kern des Militär Features, hier visualisiert in einer frühen Konzeptzeichnung.

      Was ist mit Landeinheiten? Nach langen internen Diskussionen haben wir beschlossen, Infanterie in Anno 1800 nicht zu verwenden. Aus euren bisherigen Anmerkungen wissen wir, dass es durchaus Spieler gibt, die sich eine Rückkehr zu Landeinheiten gewünscht hätten. Wir glauben aber, dass eine klarere Trennung von Bauflächen und Schlachtfeldern dem Spielgefühl in Anno zuträglich ist. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Schaubild im ersten Blog:



      Auf den Inseln (grün) wird gebaut, auf dem Meer (rot) kann gekämpft werden, die Häfen und Routen verbinden beide Spielelemente (blau).

      Spieler können auf den Inseln in Ruhe ihre Industrien, Städte und Metropolen bauen. Kriege werden zu hoher See entschieden, wo die Flotten aufeinandertreffen. Eine besondere Bedeutung kommt den Häfen zu. Sie verbinden die Inseln eines Imperiums untereinander über das Meer hinweg. Um eine feindliche Insel einzunehmen, muss man die volle Kontrolle über den jeweiligen Haupthafen erlangen. Daher werden Häfen meist schwer befestigt und gut verteidigt sein, sobald Spieler mit kriegerischen Handlungen rechnen müssen. Wie genau die Häfen funktionieren, werden wir evtl. in einem eigenen Blog genauer beleuchten.

      Aber auch die Routen sind von strategischer Bedeutung und müssen im Kriegsfall entsprechend geschützt werden, wenn das eigene Imperium aufgrund von Überfällen auf Konvois zwischen Inseln oder Sessions nicht ausbluten soll.

      Immer hart am Wind
      Der Fokus auf Seegefechte bedeutet einerseits spaßige und leicht zu handhabende Scharmützel auf hoher See für einen Großteil der Spieler. Es bringt aber auch zusätzliche Optionen und mehr Komplexität für erfahrene Annoisten, die sich gerne mit Kriegsführung beschäftigen.

      Im Augenblick experimentieren wir mit zahlreichen Details zum Wechsel von Segel- auf Dampfschifffahrt, wie besondere Waffengattungen und neue Angriffsarten, spezielle Panzerungen und den Einfluss des Windes. Unser Ziel ist es, neben der einfachen Zugänglichkeit Möglichkeiten für erfahrene Strategen zu schaffen, ihr Vorgehen in Seegefechten zu optimieren.

      Sehen wir uns in diesem Kontext z.B. den Wind einmal genauer an. Wir haben für euch zwei kleine Videos angefertigt, die an (untexturierten) Schiff-Dummys den Einfluss des Windes verdeutlichen.



      In Anno 1800 macht es einen Unterschied, ob eure Segelschiffe mit oder gegen den Wind segeln.

      Der Wind im Spiel kommt aus einer Richtung und ändert sich ab und an (eher selten). Dampfschiffe fahren mit und gegen den Wind gleich schnell. Sie sind von ihm weitestgehend unabhängig. Segelschiffe hingegen sind deutlich schneller, wenn sie mit dem Wind segeln. Steuert man sie gegen den Wind, nimmt ihre Geschwindigkeit ab.

      Im Spiel bedeutet das konkret, dass der Bau von Dampfschiffen, insbesondere für Spieler, die sich nicht so sehr auf die Details einlassen, immer einen Vorteil darstellt. Für erfahrene Spieler aber lohnt es sich genauer hinzusehen und Dinge auszuprobieren. Schnelle Segelschiffe können, wenn sie starke Winde optimal ausnutzen, beim Rückzug den Dampfschiffen davoneilen oder überraschend schnelle Nadelstiche setzen.

      Abgesehen von der tatsächlichen Kriegsführung, spielen militärische Themen auch in anderen Spielelementen eine Rolle. So werdet ihr die Möglichkeit haben, anderen Parteien im Spiel mit Krieg zu drohen, um sie euch gefügig zu machen. Doch was, wenn ihr nur blufft oder wenn andere ein solches Verhalten als Affront ansehen? Auch könnt ihr anderen KI-Spielern viel stärker erscheinen, als ihr tatsächlich seid. Doch längst nicht jeden kümmert die Stärke der Anderen.

      Ihr seht, es gibt eine Vielzahl weiterer Themen und Details, die im Bereich Militär eine Rolle spielen. Das Feature ist fest vernetzt im Gefüge von Anno 1800. Doch ganz gleich, welche Aspekte am ihren Weg ins fertige Spiel finden werden: am wichtigsten ist uns, dass die Entscheidung über Krieg und Frieden, sei es über die Auswahl der Mitspieler und KIs, sei es durch die Einstellung in den Spieloptionen, in euren Händen liegt. Denn die spielerische Freiheit, komplett auf Krieg zu verzichten oder ihn bewusst zu forcieren, macht den ganz besonderen Reiz der Anno-Reihe aus. Schon immer.

      Was interessiert Euch noch?
      Rund um das Militär gibt es viele weitere Themen, die man vertiefen könnte. Einige davon habe ich im Blog bereits angedeutet. Von welchen würdet ihr gerne noch mehr hören? Interessiert euch, wie genau die Inselübernahme funktioniert? Wollt ihr mehr über das Stein, Schere, Papier Prinzip erfahren, nach dem die Seegefechte aufgebaut sind? Hättet ihr gerne Details zu Waffengattungen, Panzerungen und Spezialangriffen? Braucht ihr mehr Informationen zum Hafensystem? Oder etwas ganz Anderes? Lasst es uns in euren Kommentaren wissen!

      Bis die Tage

      Euer Dirk „Karrenschieber“ Riegert

      Blog – Anno Union
      Ist dieses Zitat eine Andeutung auf die Zukunft?
      "Ja aber ändert ja nichts daran und das finale Update ist ja auch ziemlich umfangreich - und die Anno-Reihe geht ja immer weiter ;)"

      So die Katze ist aus dem Sack!

      Keine Landeinheiten in Anno 1800! 45
      1.  
        Beeinflusst meinen Kauf nicht. (22) 49%
      2.  
        Das ist blöd. (20) 44%
      3.  
        Mir egal. (9) 20%
      4.  
        Hab es mir gedacht. (7) 16%
      5.  
        Ich finde es gut. (7) 16%
      6.  
        Anno 1800 von Wunschliste gestrichen. (4) 9%
      Heute im Blog wurde ja dieser Satz gepostet:

      ​Was ist mit Landeinheiten? Nach langen internen Diskussionen haben wir beschlossen, Infanterie in Anno 1800 nicht zu verwenden. Aus euren bisherigen Anmerkungen wissen wir, dass es durchaus Spieler gibt, die sich eine Rückkehr zu Landeinheiten gewünscht hätten.


      Nun ist die Frage was haltet ihr davon oder was sagt ihr dazu?

      Bedenkt aber auch die Probleme die in Anno 1503 waren, als Landeinheiten an jedem Vorsprung fast immer hängen blieben.
      Ist dieses Zitat eine Andeutung auf die Zukunft?
      "Ja aber ändert ja nichts daran und das finale Update ist ja auch ziemlich umfangreich - und die Anno-Reihe geht ja immer weiter ;)"
      Ich finde das es keine Landeinheiten gibt ist ein Nogo. Wenn ich ein Endlosspiel mit der Absicht auch militärisch zu agieren gestartet habe habe ich mich auf das Stück für Stück erobern der gegnerischen Insel immer gefreut.

      Auch das mit dem fehlen der Landeinheiten verbundene System der Übernahme einer Insel ist für mich ein NoGo. Man kann doch eine komplett ausgebaute Insel nicht an ein einzelnes Gebäude (Haupthafen) hängen. Das ist für mich absolut unlogisch und unrealistisch.

      Wenn das so weiter geht mit den 'frohen Botschaften' von BB wird das wieder nichts mit einem tollen neuen Anno.
      Oki, als "Ersatz" ist die Option "ökonomische Kriegsführung" dazugekommen. Hoffe wenigstens, dass hier zahlreiche Ersatzmöglichkeiten geschaffen werden o.ä..
      Das Grunddilemma ist eben, wenn man eine bestimmte Programmierungsänderung macht, sich in der Regel auf zig anderes auswirkt. Hatten wir ja in 2205 manchmal leidvoll erfahren müssen.... In 1800 will BB dem wohl etwas vorbeugen.
      Vermute mal, dass der Landkampf wegen des nun erstmal nicht ebenen baubaren Terrain sich gebissen haben, denn da dürfte dann die z-Koordinate des Objekts immer an den Punkt ihres Aufenthalts gekoppelt sein. Und keiner mag unterirdische Soldaten im Hochland^^.
      So hier mal eine längere Antwort zum Thema, die steht auch so im Blog als Antwort zu einem Kommentar.


      Ich bin weder dafür noch dagegen man kennt aktuell wohl gerade mal 1% des Spieles, aber jetzt herzugehen "Keine Landeinheiten" kein Kauf halte ich schlicht für übertrieben. Da dieses Feature wenn auch nur 1 % des Spieles ausmacht ca.

      Wie mein Vorredner schon sagte klar es gab schon Landeinheiten aber diese waren immer eher so lala wie nützlich. Schauen wir doch mal so rum, Anno 1602 was war da die Taktik vieler? Richtig Hafen mit 3-4 Schiffen blockieren und den Gegner damit abschneiden von der Versorgung und nebenbei die Handelsschiffe wegballern. Aber geil man hatte Landeinheiten, nur für was am Ende?
      im anderem Anno wurden dann Landeinheiten zum Ufer gelockt und mit Schiffen wegballert, oder Luft ersetzt Land, was war die Taktik? Genau mit Fliegern und bestimmten Items seinen Gegner angreifen, der konnte sich nicht wehren da auch keine Kriegserklärung dadurch ausgelöst wurde, herrliche Taktik und so Glorreich dazu :)

      1701 macht da ein wenig die Ausnahme dort waren die Einheiten relativ i.O. aber was war da? Genau es wurde sich über eine viel zu starke KI beschwert.

      Man sieht wenn man mal auf Anno zurückschaut klar gab es Landeinheiten aber oftmals waren sie nur ein Klotz am Bein und wurden nach Möglichkeit mit vielen Tricks beseitigt. Anno 1404 mit seinen Lagern war da schon nicht ganz so schlecht nur dauerte alles eben Ellenlang, aber dadurch hatte der Gegner auch die Möglichkeit sich zu wehren.

      Ich glaube auch kaum das es in Anno 1800 so sein wird wie viele hier schreiben, das ein paar Schiffe ausreichen einen stark Befestigen Hafen in Klump zu schießen. Das war in Anno 1404 schon, wenn man sich nicht allzu dumm anstellte, sehr schwer und in Anno 2070 auch.

      Ich würde sagen klar es mag blöd sein, das es sie nicht gibt, aber ich z.B. verbinde Anno in der Regel eher mit gutem Seekampf und nicht mit Stellungskrieg an Land. Wer das Bild vom ersten Blog sich mal anschaut hätte schon ahnen können das sowas in der Art kommt :) Denn dort ist das Meer als Kampfort deklariert.
      Bevor man nicht mehr zu dem ganzen sieht und das auch mal live, würde ich sagen abwarten, aber hier nun quasi Landeinheiten als die Eierlegende Wollmilchsau hinzustellen sehe ich eher skeptisch an.
      Dazu kommt ein weiterer Punkt Anno online denn, wenn ich das Recht im Sinn habe gibt es da auch nur Seekampf ohne Landeinheiten? Richtig? Tja dann überlegt mal wo das ganze angelehnt ist :) in Anno Online wurden zum Teil nicht unerhebliche Summen von Spieler investiert (3 stellig) die einen AAA Titel erblassen lassen würden ...

      Ergo ich warte ab was da noch kommt erst dann fange ich an mir eine Meinung zu bilden, da ich aber denke das der Seekampf um 500% aufgewertet wird gegenüber anderen Anno, dann noch Wind als Taktisches Mittel...
      Ist dieses Zitat eine Andeutung auf die Zukunft?
      "Ja aber ändert ja nichts daran und das finale Update ist ja auch ziemlich umfangreich - und die Anno-Reihe geht ja immer weiter ;)"
      Es dürfte, wenn es keinen Ersatz für Landeinheiten gibt schon mehr ausmachen als ein Prozent.
      Am Landmilitär hängen schließlich noch mehrere andere Sachen.
      Unter anderem wird jede Insel ja von einem Hafen dann abhängig werden. Kann man dann mehrere Häfen für eine Siedlung noch errichten? Oder wäre das evt. ein enormer Nachteil im Krieg, falls man es macht (und es denn geht)?
      Es wird wohl sehr unwahrscheinlich, dass man zusammen mit jemand Anderen auf der selben Insel siedelt, was dort viele einer solchen Situation vorbehaltene Interaktionen unmöglich macht (Landhandel, und generell die ganz andere Erfahrung eines Spiels, wo man die anderen Spieler nicht nur übers Meer hinweg beharkt und alles gut ist, solange die eigene Insel geschützt bleibt, sondern man von Anfang an schon auf der selben Insel ist). Gezieltes Übernehmen von bestimmten Teilen einer Insel wird auch unmöglich (wenn man es nicht diplomatisch oder wirtschaftlich macht). Die einzige Möglichkeit, dass man es doch noch machen könnte, wäre dass man durch die drohende Übernahme des Hafens schon ohne alles zu erobern (weiterer Minuspunkt: man erobert alles auf der Insel, sobald ein Zielpunkt übernommen wurde) bestimmte Teile einfordern könnte...
      Und natürlich die Verteidigung gegen Landeinheiten an sich bzw. die Kriegsführung mit ihnen: Wo schickt man sie am besten hin, welche Gebiete sind viel zu stark verteidigt und müssen gemieden werden bis bessere / mehr Truppen da sind. Bzw. als Verteidiger: welchen Bereich der Insel muss ich besonders schützen? Was ist zu wenig geschützt? Wo ist kann ich überhaupt noch Verteidigungsanlagen hinbauen, weil es nicht schon zu dicht alles bebaut ist?
      Und ganz allgemein: Krieg zu führen wird weniger kostspielig, wenn man keine enormen Unterhaltskosten für das Militär hat. Das war für mich einer der besten Punkte in den ersten Annos, dass man zwar Krieg führen konnte, aber das sehr schnell die Bilanz ruiniert und man deshalb trotzdem gezwungen ist eine starke Wirtschaft zu haben.
      Der Kostenfaktor ließe sich einzig durch hohe Kosten bei den Schiffen wieder einfangen, was dann aber auch für die Handelsschiffe gelten muss, da es sonst keinen Sinn macht, dass das eine Kriegsschiff ungleich mehr kostet als ein vergleichbares Handelsschiff (etwas höhere Kosten wären noch möglich, aber nicht so extrem, wie es vlcht nötig wäre, damit Kriegsführung nur bei guter Wirtschaft möglich wird).

      Auf der anderen Seite wurde schon angedeutet, dass man Forderungen stellen könnte, und so auch schon ohne Krieg seinen Willen bekommen kann. Das finde ich einen guten Punkt.
      Und natürlich noch diverse weitere Infos (Wind, Panzerungstypen vlcht, usw. ).
      Ehrlichgesagt bleibt mir hier keine andere Möglichkeit, als mich zu beschweren, schönreden möchte ich da kaum was.

      Landeinheiten waren eines der Kernelemente jedes Anno-Militärparts. In 1602, 1503, 1701 und 1404 gab es diese, und jedes Mal wurde die Komplexität verringert und die Anforderungen für den Spieler heruntergesetzt. In Anno 2070 wurden Landeinheiten dann entfernt, um Platz zu machen für ein wirklich gelungenes System mit Flugzeugen. Als in Anno 2205 der Militärpart dezentralisiert wurde und so stark beschnitten wurde, dass er keinen Spaß mehr machte, sollte wohl jedem klar geworden sein, dass Landeinheiten (oder ihre Zukunfts-Pendants) den Anno-Krieg ausmachen. Wozu führt man überhaupt Krieg? natürlich um sich Inseln unter den Nagel zu reißen! nicht um Schiffe seines Gegners sinnlos kaputtzuschießen.

      Zugegebenermaßen, nach Anno 2205 dachte ich mir, in puncto Krieg kann es nur besser werden. Den beiden Devblogs nach zu urteilen kann Anno 1800 aufrecht unter der Messlatte für ein System besser als Anno 2205 durchgehen.
      Mein erster Kritikpunkt, und auch der größte ist, das man zur Übernahme einer Insel nur den Haupthafen kontrollieren muss. Wo zur Hölle ist da der Sinn? Kapituliert ein NPC etwa seine Insel, wenn man seinen Haupthafen kontrolliert? Mir fehlen da echt die Worte zu... schlechter geht's nicht! Ich hätte mir an dieser Stelle verschiedene Kriegstaktiken vorgestellt, die Insel blockieren und sie so aushungern wäre eine richtig geile Idee, aber doch nicht der Haupthafen? Wen juckt der wenn man auch zwei Nebenhäfen hat?

      Der zweite wären die fehlenden Landeinheiten. Landeinheiten sind einfach nur geil, und mit ihnen eine Insel Stück für Stück zu erobern ist tausendmal sinnvoller als den Haupthafen zu kontrollieren. Ich würde mir hier wünschen, dass man einzelne Trupps selbst zusammenstellen kann aus vier oder fünf Klassen, schweres Gerät als Einheiten herstellen kann, die man auf der eigenen Insel baut und dann verschiffen muss, Infanterie- und Kavalleriesoldaten, und, was ich am geilsten fände, Schützengräben, die eigenen Einheiten Deckung geben und dafür sorgen, dass Gegnerische Soldaten nicht allzu viele Schüsse auf Einheiten treffen, die sich in diesen Schützengräben verstecken.

      Als drittes würde ich mir wünschen, dass alle Einheiten eine durchschnittliche Trefferquote haben. Sodass nicht mehr nach Schere Stein Papier klar ist, wer gewinnt, sondern auch etwas Glück dazugehört. Wenn ein Schiff oder Soldat seinen Schuss auf ein anderes Schiff/einen anderen Soldaten nicht trifft, macht es/er eben keinen Schaden, oder aber mehr, wenn es/er gut trifft. Außerdem würde ich mir wünschen, dass, je kürzer die Distanz zwischen zwei Schiffen ist, diese Trefferquote für beide erhöht wird und sie außerdem mehr Schaden machen, weil die Kugeln schneller und präziser treffen.

      Edit: Eine Idee, die mir noch gekommen ist: Wenn Schiffe von der Küste auf Land schießen, sollten sie Flächenschaden machen.

      Ansonsten waren auch schon gute Ideen dabei. Der Wind ist eine gute Idee um Gefechte individueller zu gestalten. Die Idee von gut verteidigten Häfen und klugen NPC ist ebenfalls super! Ich möchte Herausforderung und Variabilität haben, kein stumpfes Seegefecht!
      Ich möchte taktisch kämpfen müssen, und nicht einfach mit 20 Einheiten reingehen und die Kämpfe nur durch Überzahl gewinnen.
      Klar wird dadurch die KI schwerer zu programmieren, aber das kriegen die Jungs bei BB schon hin!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nale“ ()

      Nale schrieb:

      Zugegebenermaßen, nach Anno 2205 dachte ich mir, in puncto Krieg kann es nur besser werden. Den beiden Devblogs nach zu urteilen kann Anno 1800 aufrecht unter der Messlatte für ein System besser als Anno 2205 durchgehen.
      Mein erster Kritikpunkt, und auch der größte ist, das man zur Übernahme einer Insel nur den Haupthafen kontrollieren muss. Wo zur Hölle ist da der Sinn? Kapituliert ein NPC etwa seine Insel, wenn man seinen Haupthafen kontrolliert? Mir fehlen da echt die Worte zu... schlechter geht's nicht! Ich hätte mir an dieser Stelle verschiedene Kriegstaktiken vorgestellt, die Insel blockieren und sie so aushungern wäre eine richtig geile Idee, aber doch nicht der Haupthafen? Wen juckt der wenn man auch zwei Nebenhäfen hat?

      Der zweite wären die fehlenden Landeinheiten. Landeinheiten sind einfach nur geil, und mit ihnen eine Insel Stück für Stück zu erobern ist tausendmal sinnvoller als den Haupthafen zu kontrollieren. Ich würde mir hier wünschen, dass man einzelne Trupps selbst zusammenstellen kann aus vier oder fünf Klassen, schweres Gerät als Einheiten herstellen kann, die man auf der eigenen Insel baut und dann verschiffen muss, Infanterie- und Kavalleriesoldaten, und, was ich am geilsten fände, Schützengräben, die eigenen Einheiten Deckung geben und dafür sorgen, dass Gegnerische Soldaten nicht allzu viele Schüsse auf Einheiten treffen, die sich in diesen Schützengräben verstecken.

      Als drittes würde ich mir wünschen, dass alle Einheiten eine durchschnittliche Trefferquote haben. Sodass nicht mehr nach Schere Stein Papier klar ist, wer gewinnt, sondern auch etwas Glück dazugehört. Wenn ein Schiff oder Soldat seinen Schuss auf ein anderes Schiff/einen anderen Soldaten nicht trifft, macht es/er eben keinen Schaden, oder aber mehr, wenn es/er gut trifft. Außerdem würde ich mir wünschen, dass, je kürzer die Distanz zwischen zwei Schiffen ist, diese Trefferquote für beide erhöht wird und sie außerdem mehr Schaden machen, weil die Kugeln schneller und präziser treffen.

      Ansonsten waren auch schon gute Ideen dabei. Der Wind ist eine gute Idee um Gefechte individueller zu gestalten. Die Idee von gut verteidigten Häfen und klugen NPC ist ebenfalls super! Ich möchte Herausforderung und Variabilität haben, kein stumpfes Seegefecht!
      Ich möchte taktisch kämpfen müssen, und nicht einfach mit 20 Einheiten reingehen und die Kämpfe nur durch Überzahl gewinnen.
      Klar wird dadurch die KI schwerer zu programmieren, aber das kriegen die Jungs bei BB schon hin!



      Ich glaube viele haben das Feeling von ANNO nicht verstanden...... Kauft euch doch lieber einen ​EGO-Schooter
      Ich kann Nale vollkommen verstehen. Ich selber spiele zwar auch immer ohne KI und d.h dann halt auch kein Krieg. Denn noch habe ich in jeden Anno auch gern mal Krieg geführt, auch wenn es nur ein sehr kleinen Anteil der Gesamtspielzeit ausmachte.

      Denn Anno besaß immer schon einen Anteil an Diplomatie zu den dann aber eben auch die Möglichkeit eines richtigen Krieg dazu gehört, wenn die Möglichkeiten eines Krieges dann aber so kastriert werden und es sich dadurch auch nicht Realistisch (richtig) anfühlt sehe ich die Entwicklungszeit die in dieses Pseudo Kriegssystem investiert wird als "schade Zeit" an.

      Nebenbei gemerkt betrachte ich die Entscheidung als schlecht für einen möglichen wirtschaftlichen Erfolg des Spieles, denn für Casual Spieler, von denen es wohlgemerkt deutlich mehr gibt als Friedliche spielende Annoholics, ist es offensichtlich sehr wichtig das ein Anno einen Kriegerischen Part mit aktiven KI's besitzt zusätzlich dazu hat man bei 2205 ja auch bemerkt das ihnen auch der MP sehr wichtig ist.

      jackyulm1133 schrieb:

      Anno ist für mich ein Wirtschafts-Aufbauspiel und kein Kriegsspiel.


      ​In diesem Punkt müssen wir uns erst gar nicht anfangen zu streiten. Ich weiß selber, dass Anno ein Aufbauspiel mit einem Fokus auf Wirtschaft ist und kein Schlachtensimulator.

      ​Dennoch ist Anno auch ein Gesamtpaket aller Aspekte, die mit Diplomatie und Wirtschaft zu tun haben. Damit automatisch auch Krieg. Gerade im 19. Jahrhundert wimmelte es in Europa von diesem. Ich sage nur Napoleon, Deutsch-Französischer Krieg und der Deutsche Krieg 1866.
      ​Allein schon historisch fühlt es sich nicht richtig an, Kriege ausschließlich auf dem Meer stattfinden zu lassen. Kriege wurden immer schon auf dem Land geführt, das Wasser war der Nachschub- und Transportweg! daher war es zwar wichtig, aber nicht das Hauptaugenmerk der Kriege. Die Kriege sowohl des Mittelalters als auch der beginnenden Neuzeit wurden über Infanteristen und Artillerie entschieden und nicht über das Einnehmen eines Hafens. Die Mittelalterannos sind diesem Anspruch gerecht geworden, auch wenn das Militär zunehmend gekürzt wurde.
      ​Jetzt inhaltlich. Nach jetzigem Stand würde es nicht einfach werden, einen Hafen einzunehmen, und das soll es auch nicht sein. Der Hafen ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Versorgung. Durch Blockieren des Hafens kann man nach einiger Zeit den Gegner zur Kapitulation der Insel zwingen, aber man kann nicht durch das bloße einnehmen EINES Hafens eine Insel übernehmen, besonders nicht wenn der Gegner noch weitere Häfen hat. Wie gesagt, Häfen sind wichtig, aber es ist ebenso wichtig, dass man sich nicht darauf forciert und alle anderen Möglichkeiten außer Acht lässt.
      Krieg in Anno wurde in früheren Annos über das positionieren und den Umgang mit den eigenen Einheiten entschieden. Dass die Einheiten verbuggter waren als Batman: Arkham Knight war zwar schade, aber dennoch war das Grundkonzept super. Mit 1404 ging man einfach in die falsche Richtung. Wie ich mir Landeinheiten wünschen würde habe ich oben beschrieben.

      ​Ein derart komplexes Militärsystem wie das von mir gewünschte gab es annähernd schon in Anno 2070. Auf drei Ebenen verteilt war es nicht mehr nur Schere Stein Papier mit Schiffen, sondern man musste seine Einheiten sinnvoll mischen, um auf allen drei Ebenen, Luft, Wasser und Tiefsee gut gewappnet zu sein. Das hat Spaß gemacht und Kriege dynamischer, schneller und trotzdem breit gefächert gestaltet, trotzdem war der Krieg nie Hauptaugenmerk vom Spiel. Ein komplexes Militärsystem kann in einem Aufbauspiel also super funktionieren. Dazu ist Anno wie gesagt ein Aufbauspiel, und was würde besser zu Aufbauspiel passen als der Aufbau einer gut durchdachten Armee? Es soll kein World of Warships werden, auch kein World of Tanks, aber komplex darf es sein, und das muss es, sonst wird es langweilig.

      ​Ich verstehe auch, dass der Großteil der Spieler auch gern ohne große Konfrontationen spielt. Alles super, ich verstehe das voll, Ich bin selber einer dieser Spieler, aber wenn ich auf Krieg spiele, dann möchte ich das richtig tun. Wenn es einen NPC gibt, der gerne Krieg führt, dann muss man ihn zu einer friedlichen Partie auch nicht hinzufügen (Verweise mal an dieser Stelle auf Strindberg).

      ​Ein komplexes Militärsystem mit Landeinheiten und Trefferchancen würden sicherlich viele begrüßen, außerdem ist es auch keine Pflicht Krieg zu führen. Ich möchte jedenfalls nicht meine Kriege nur im Hafen führen.
      Kurz mein Senf dazu:

      War mir schon klar, dass es keine Landeinheiten geben wird - Anno 1800 baut auf 2205 auf und in dieses bestehende System frei steuerbare Landeinheiten zu integrieren rechnet sich für den Entwickler einfach nicht - viel zu viel Zeitaufwand für ein Feature, dass nur von einem Bruchteil der Spielerbasis ausgiebig genutzt wird am Ende. Dort DEV Zeit reinzustecken wäre Zeitverschwendung (sie haben aus Anno 2070 gelernt kann man sagen)

      Das DEV Team braucht alle Zeit der Welt bis nächstes Jahr im Winter, um ein ansehnliches Spiel präsentieren zu können - Balancing, Logistik und Wirtschaftskonzepte sind viel wichtiger als ein Militärsystem (aus diesem Grund wird dieses auch schon gleich zu beginn behandelt und dann abgehakt, damit man sich später, wenn die Zeit richtig knapp wird, nicht auch noch damit befassen muss).

      Die Leute vom DEV Team bei Ubisoft/Bluebyte wissen, dass dieses Anno ein voller Erfolg werden "MUSS" und stehen dadurch etwas unter Druck.
      Sicher, auch ich bin der Meinung, dass Balancing, Logistik und Wirtschaftskonzepte wichtiger sind als der landgebundene Militärpart. Aber auch Landeinheiten gehören für mich zu einem stimmigen Bild mit dazu. Und wie man den Kommentaren in verschiedenen Foren entnehmen kann sehen das viele der aktiven Spieler auch so.

      Wenn man also von Seiten der Entwickler schon so früh im Entwicklungsprozess Funktionen ausschließt weis ich nicht, ob Anno 1800 ein voller Erfolg wird.

      Bin schon auf den Stream mit dem Gameplay gespannt.
      Aktuell bin ich nur noch sauer und wütend.

      Aber nicht auf BB sondern auf die, die mittlerweile anfangen und von "Arklistiger Täuschung" Betrug" und "Unfähigkeit" der Entwicklern reden.

      Ich frage mich wo und wann z.B. Landeinheiten versprochen wurden, denn nur dann kann man von Betrug reden.....ich denke auch das z.B. in der Anno Union 25% und mehr der User Doppel ACC sind nur um Stimmung zu machen.

      Sorry aber mir fehlen echt gerade die Worte dazu.
      Ist dieses Zitat eine Andeutung auf die Zukunft?
      "Ja aber ändert ja nichts daran und das finale Update ist ja auch ziemlich umfangreich - und die Anno-Reihe geht ja immer weiter ;)"
      Wenn Du keine Beweise hast solltest Du mit Behauptungen zu Doppelaccounts vorsichtig sein.

      Sicher, die ein oder andere Reaktion die man lesen kann überschreitet die Grenzen einer sachlichen Diskussion, aber nur weil die Mehrheit der Reaktionen nicht Deiner Meinung entspricht da von Stimmungsmache zu sprechen finde ich auch nicht richtig.
      @picklock

      In der Union findet man vielleicht vier oder fünf von fast 200 Beiträgen, in denen für Landeinheiten mit Argumenten geworben wird. Der Rest ist sinnloses gemecker.

      Bei Doppelaccounts muss ich Annothek zustimmen, da sind auch einige die in anderen Beiträgen schon gesagt haben, dass sie Alts sind. Genaue zahlen kann ich nicht nennen und 25% sind übertrieben aber meist wird mit Doppelaccounts wirklich nur Stimmung gemacht.

      BB hat zwar inhaltlich mit dem Wegfall von landeinheiten grossen bullig abgeliefert, aber versprochen haben sie es nicht. Da ist keine arglistige Täuschung oder sonstwas in der art.

      auch möchte ich hier nnochmal bb in Schutz nehmen. Die anno-Union War eine idee, die sie hatten, nachdem die community Zusammenarbeit wollte. Wer jetzt meint bb programmiert ihm sein traumanno dem erkläre ich gerne wie er einen rda Explorer bedient.
      Warum sollte man immer Alles mit Arumenten versehen wenn einem etwas nicht gefällt? Man kann doch einfach sagen das gefällt mir nicht. Oder die Argumente wurden bereits von einem der Vorpostre genannt. Dann muss man diese aus meiner Sicht auch nicht wiederholen. Solange man bei den Posts niemanden beleidigt ist das aus meiner Sicht OK.